Wiedersehen der DJK-Kegelfamilie

Erstellt: Mittwoch, 12. Juni 2013

(gufi). Im Sportheim der DJK Salz gab es am Sonntag ein großes Wiedersehen der DJK-Kegelfamilie. Der seinerzeitige Vereinsausflug in das Salzkammergut Gosau stellte für Leonhard Zapf einen probaten Anlass dar, um exakt drei Jahrzehnte später wieder ein gemütliches Beisammensein seiner früheren Teamgefährten zu initiieren, zu dem auch die „besseren Hälften“ herzlich willkommen waren.

Anno 1969 hatte der viel zu früh verstorbene Hans Cornely die Kegelabteilung der DJK Salz ins Leben gerufen, der im alten Sportheim auf dem Frauenberg allerdings nur eine Bahn zur Verfügung stand. Auf dieser wurden auch die ersten sportlichen Erfolge im Punktspielbetrieb eingefahren, was dazu führte, dass eine 2-Bahnen-Anlage für Mannschaftspartien erforderlich wurde und man Mitte der 70er Jahre unter der neuen Firmierung „Sportkeglerverein (SKC Salz) Salz“ fortan in Niederlauer agierte.

Bis hinauf in die damalige Kreisklasse B Nord sollte es dort für das Team um Gerhard Hein, Horst Ehret, Hermann Pfister, Bernd Steidle, Oskar Mültner oder auch Rainer Memel gehen, bevor nach dem Bau des neuen Sälzer Sportheims nebst 2-Bahnen-Anlage 1990 die „Wiedereingliederung“ in die DJK Salz erfolgte. Durch Krankheiten, Umzüge sowie auch Todesfälle wurde die Gruppe anschließend jedoch stetig kleiner. Auch die erstmalige Gründung einer Jugendmannschaft (2000) vermochte letztlich nicht zu verhindern, dass der Spielbetrieb im Jahr 2003 eingestellt werden musste.

„Es hat uns einfach der Nachwuchs gefehlt“, blickt Leonhard Zapf auf das Ende der sportlichen Aktivitäten zurück. Zu den größten Erfolgen zählten insoweit nicht zuletzt der 1997 errungene unterfränkische Kreisklassen-Pokal mit der damit verbundenen Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft (7. Platz) und insbesondere auch der Deutsche Meistertitel, den das seinerzeitige DJK-Nachwuchstalent Markus Wachtel im Jahr 2002 mit der Jugend-Mannschaft der Keglervereinigung Bad Neustadt gewann.

Ebenso wie ein Gerhard Hein, Silvio Koschig (beide Niederlauer) oder Marco Katzenberger (SV Herschfeld) hat auch Markus Wachtel (TSV Hollstadt) seine Karriere andernorts fortgesetzt, während sich der weit überwiegende Teil der sonntägigen Gäste im Sälzer Sportheim in den sportlichen Ruhestand verabschiedete. Wohl auch deshalb rollten beim Wiedersehen keine Kugeln über die Bahnen. „Die hätten bei entsprechenden Aktivitäten wohl auch nur Schaden genommen, nachdem man als Amputierter nicht mehr richtig schieben, sondern nur noch werfen kann“, so einer der Teilnehmer des Treffens, die unisono verkündeten: „Es ist eine schöne Zeit damals gewesen.“

Zum nunmehrigen Wiedersehen gab es zunächst Kaffee und Kuchen, ehe zahlreiche Lichtbilder aus der Vergangenheit auf die große Leinwand projiziert wurden. Natürlich auch vom bereits erwähnten viertägigen Gosau-Trip, der ebenso für reichlich Gesprächsstoff sorgte wie die anderen gemeinsamen Ausflüge, die obligatorische „Ponde Rosa“- Feier oder die traditionelle Weihnachtsfeier. Zum Abschluss wurden schließlich noch halbe Hähnchen serviert, die aufgrund einer Berlin-Visite der etatmäßigen „Grillmeister“ Ingrid und Wolfgang Weber allerdings extern bestellt werden mussten.

Bleibt der Vollständigkeit halber noch anzumerken, dass sich zahlreiche Anwesende eine Wiederbelebung der sportlichen Kegel-Aktivitäten in Salz wünschen würden. Wer entsprechendes Interesse hat, kann sich bei Leonhard Zapf (Tel.: 09771/8417) melden, für den feststeht: „In einer so großen Gemeinde müssten sich doch eigentlich genug Kegelbegeisterte finden lassen“, um zunächst einmal wenigstens einen regelmäßigen Trainingsbetrieb aufzunehmen und im Idealfall auch wieder eine Mannschaft zum Wettkampfbetrieb zu stellen. Bleibt abzuwarten, ob dieser „Wiederbelebungs-Apell“ von Erfolg gekrönt sein wird…